29.11.2005

Spätlesewettbewerb in Fulda

"Geschmeidiger Duft nach reifen Aprikosen, feine, süße Frucht, füllig und harmonisch, viel Biss, feiner Nachhall"- so liest sich die Verkostungsnotiz des Hattenheimer Nussbrunnen 2004 von Balthasar Ress, der anlässlich des Deutschen Wettbewerbs um den Spätlesereiter-Pokal in Fulda den 3. Platz der fruchtig-milden Spätlesen errang (16,7 Punkte). Auf Platz 2 und 1 landeten knapp davor seine Rheingauer Kollegen Domänenweingut Schloss Schönborn (Hattenheim Pfaffenberg 16,8 Punkte) und Weingut Robert Weil (Kiedrich Gräfenberg 17,4 Punkte).

Unter dem Motto "Riesling meets Barock" luden das Regionale Standortmarketing in Fulda zusammen mit dem Hotel- und Gaststättenverband zum sechsten Mal zum Deutschen Riesling Spätlese-Wettbewerb um den Spätlese-Reiter-Pokal ein. Die besten Rieslingwinzer aus allen Anbaugebieten Deutschlands waren aufgerufen, ihre trockenen oder fruchtig-milden Spätlese-Gewächse zur Verkostung anzustellen. Im Kaisersaal des Barockschlosses Fulda wurden daraufhin 180 trockene und rund 120 fruchtige Spätlesen von einer kompetenten Jury unter der Leitung von Fachjournalist Rudolf Knoll verkostet. Es fanden sich etliche Schönheiten mit großer Finesse von internationalem Rang und es zeigte sich, dass es die hochwertigste Spätlesereiter-Verkostung der letzten Dekade werden sollte. Eindrucksvolle trocken-elegante sowie ausbalancierte fruchtig-milde Rieslinge wurden präsentiert. In der trockenen Kategorie konnten die Pfalz und Rheinhessen (Platz 1 Weingut Eugen Müller, Forster Kirchenstück; Platz 2 Weingut Mainz, Niersteiner Hipping) besonders punkten, die fruchtig-milden Spätlesen wurden von den Rheingauern dominiert.

Die festliche Überreichung des Riesling-Spätlese-Pokals fand am 20. November im Rahmen einer festlichen Spätlese-Matinee im Fürstensaal des Stadtschlosses statt. Alle Weinliebhaber waren eingeladen, die jeweils fünf bestprämierten Riesling-Spätlesen zu verkosten.

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