Balthasar. Carl. Paul.
Stefan. Christian.

Unsere Geschichte

Die Geschichte des Weinguts beginnt mit Balthasar Ress, der als Metzgersohn 1870 einen eigenen Gasthof mit Weinwirtschaft gründet. Vier weitere Generationen der Familie – Carl, Paul, Stefan und Christian – haben seitdem das herausragende Lagenportfolio weiterentwickelt: Der Anteil der als VDP.GROSSE LAGE

und VDP.ERSTE LAGE klassifizierten Flächen liegt bei ca. 70 Prozent. Diesen Schatz gilt es für die nächsten Generationen zu bewahren. Durch ökologische Bewirtschaftung werden die Weinberge zu einem sich selbst regulierendes Ökosystem, das ganz ohne chemische Herbizide oder Pestizide auskommt.

Aufstieg im renommierten Gault Millau: 4 Trauben für Balthasar Ress

Der langersehnte Aufstieg des Weingutes zur 4. Gault Millau Traube ist endlich geschafft! Damit gehört Balthasar Ress laut dem Gault Millau Weinguide nun zur "landestypischen Spitze".

Yoanna Ress-Lasser wird Anteilseignerin

Am 10.8.2022 wird die in der Schweiz lebende Schwester von Christian Ress, Yoanna Ress-Lasser Miteigentümerin des Weinguts. Es ist das gemeinsame Interesse der Familie, neben Christian, eine weitere Familienangehörige der 5. Eigentümergeneration am Weingut zu beteiligen. Christian hält unverändert die operative Führung des Unternehmens inne und erhält von seinem Vater Stefan Ress ebenfalls weitere Anteile am Unternehmen übertragen und ist nun der größte Anteilseigner.

Balthasar Ress baut PiWi Rebfläche weiter aus

Eine Parzelle der Monopol-Lage Schloss Reichartshausen liegt direkt am Rhein, so nah am Wasser wie kein anderer Weinberg im Rheingau. Entsprechend hoch sind die Bodenfeuchtigkeit und die Nebelneigung. Das führte in den vergangenen Jahren immer wieder zu einem kaum noch zu vertretenden Aufwand in Sachen Pflanzenschutz bzw. auch schlichtweg dazu, daß man dem Infektionsgeschehen unter Öko-Bedingungen nicht mehr Herr wurde - zuletzt z.B. im nassen Sommer 2021. Als Folge reifte der Entschluss, an dieser Stelle, im sogenannten "Käsbrett", die Parzelle direkt am Wasser, eine pilzwiderstandsfähige Sorte anzupflanzen. Dieser Entschluss wurde im Frühjahr 2023 mit der Pflanzung von über einem Hektar Souvignier Gris umgesetzt. Somit werden die Piwi-Rebflächen von Balthasar Ress nachhaltig ausgeweitet, nachdem bereits 2009 im Keitumer Weinberg auf Sylt die ersten pilwiderstandsfähigen Reben der Sorte Solaris erfolgreich angepflanzt wurden.

Inbetriebnahme der neuen Gastroküche

Im August 2022 wird im Balthasar Ress Gutshaus erfolgreich die neue Gastroküche eingeweiht, welche künftig von der renommierten Kochwerkstatt Wiesbaden, dem Exklusiv-Caterer des Hauses, genutzt werden wird. Die Küche ermöglicht optimale Bedingungen für kreative Köstlichkeiten und erstklassige Events. Mit hochmodernen Geräten und bester Ausstattung wird die Kochwerkstatt Wiesbaden hier kulinarische Meisterwerke zaubern, die unsere und Ihre Gäste begeistern werden.

 

Der Riesling Rider geht erstmalig auf Tour

Im Juli 2022 ersteht Christian Ress einen Ausschankwagen im amerikanischen Airstream-Look, der die Balthasar Ress Wein-Mobil Flotte ergänzen soll. Der Rider wird ab sofort bei vielfältigen größen Veranstaltungen eingesetzt, wie beispielsweise Firmenevents, Hochzeiten, Sommerfeste oder große Geburtstage. Der Balthasar Ress Riesling Rider ist ein Ausschankwagen der Extra-Klasse. Die Ausstattung umfasst eine Getränkekühlung, eine Winterhalter Gläserspülmaschine, einen 400 Watt Sound (JBL Control One) sowie eine Beleuchtung innen und außen und viele weitere wertvolle Details. Gerne ergänzen wir den Wagen nach Absprache mit Eiswürfelbereiter (für Gin Tonics mit unserem Balthasar´s Eleven London Dry Gin) oder auch mit einer Espressomaschine. Für den Winterbetrieb statten wir den Riesling Rider gerne mit unseren Glühweinausschanksystemen aus.

Balthasar Ress launcht erstmals einen Trester aus Solaris-Trauben aus Keitum

Im Juni beginnt die Vermarktung des ersten Sylter Tresters von Balthasar Ress – des ersten Tresterbrandes aus Sylt überhaupt! Für die Herstellung wurde ausschließlich feinstes Traubenmaterial aus dem Keitumer Weinberg aus der Ernte des Vorjahres auf Sylt verarbeitet, bevor es, unter Berücksichtigung der strengen Richtlinien, schließlich von Hubertus Vallendar mit viel Fingerspitzengefühl destilliert wurde. Hubertus Vallendar gehört zu den renommiertesten Brennmeistern ganz Deutschlands und stellt für Balthasar Ress bereits seit vielen Jahren sein Können immer wieder unter Beweis.

Die Kochwerkstatt Wiesbaden wird neuer Exklusiv-Cateringpartner für das Balthasar Ress Gutshaus

Die Kochwerkstatt Wiesbaden wird als neuer Cateringpartner für sämtliche Veranstaltungen im Balthasar Ress Gutshaus und in der Veritable Lounge vorgestellt. Sie wird geleitet von Bernd Zehner und setzt sich aus einem Kollektiv erfahrener Köche und Grillmeister zusammen, die ihre Wurzeln im Fine Dining haben. Gepaart mit moderner Gastlichkeit verleihen sie fortan den Events im Hause Ress dem Hochgenuss ihre persönliche Note.

Eröffnung del Bel Étage Frankfurt

Im April eröffnet Christian Ress mit seinem Geschäftspartner Olivier Brun die Bel Étage Frankfurt. Die Bel Étage befindet sich im Haus Grüne Linde, liegt im Herzen der Neuen Altstadt in Frankfurt und befindet sich ein Stockwerk oberhalb der Balthasar Ress Weinbar & Vinothek. Mit Blick auf den Stoltze-Brunnen und den Hühnermarkt bietet das hochwertig möblierte Apartment seinen Gästen eine vertraute Atmosphäre wie zu Hause. In der Bel Étage können sowohl private Anlässe als auch Firmenveranstaltungen, beispielsweise im Rahmen von Empfängen, geführten Weinproben oder Diners, ausgerichtet werden.

Markus Roll wird neuer Betriebs- und Vertriebsleiter

Zum ersten Januar 2022 wird die Stelle des Betriebsleiters mit Verantwortung für die Produktion sowie den nationalen und internationalen Vertrieb neu besetzt. Markus Roll, seines Zeichens Diplom-Oenologe, bringt mehrjährige Erfahrung als Vertriebsleiter und Betriebsleiter in renommierten Weingütern aus Deutschland mit. Als neuer Dreh- und Angelpunkt zwischen Produktion und Vertrieb widmet sich Markus Roll fortan hauptsächlich der Fortentwicklung der Weinqualitäten, der Neukundengewinnung und der Betriebsoptimierung.

Balthasar Ress verzeichnet die geringste Ernte pro Hektar der Betriebshistorie

Im Jahr 2021 wird die kleinste Erntemenge pro Hektar seit Beginn der betrieblichen Aufzeichnungen gelesen. Grund dafür sind die immer wiederkehrenden starken Regenschauer, die bereits zur Austriebszeit der Reben Schaden anrichten. Die anhaltende Nässe innerhalb der Weinberge begünstigte die Ausbreitung von Pilzkrankheiten wie Peronospora. Die geringe Ernte weist jedoch zumindest hervorragende Qualitäten auf.

Die wineBANK Franchise bezieht die neuen Räume im Balthasar Ress Gutshaus

Das Balthasar Ress Guesthouse nimmt seinen Betrieb auf

150 Jahre Balthasar Ress

1870 meldet Balthasar Ress, der Sohn der Hattenheimer Metzgerfamilie, sein eigenes Gewerbe an aus dem später diverse Gastronomiebetriebe, ein Hotel, ein Weinhandel und auch das Weingut seines Namens entstehen sollten. Heute ist das Weingut immer noch im Familienbesitz und wird von Christian Ress in fünfter Generation geführt. Das Jubiläumsjahr beginnt! Die Planungen für die Feierlichkeiten werden aber zunächst gestoppt, da die am Jahresbeginn aufziehende Corona-Krise jegliche Planungssicherheit zunichte macht und ein Fest mit Gästen aus aller Welt undenkbar erscheinen lässt. Die Welt hält aufgrund dieser Pandemie den Atem an…

Balthasar Ress versteigert eine 26 Liter Flasche „RESSpekt“

Der erste Balthasar Ress Wein mit Öko-Siegel ist da

Eröffnung der Balthasar Ress-Suite

Als perfekter Gastgeber richtet Christian Ress im eigenen Weingut ein repräsentatives Apartment für Gäste und Besucher des Hauses ein. Im Rahmen der wineBANK-Jubiläumsfeier ist die Balthasar Ress-Suite bereits vorab der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Der Anspruch ist klar: Das Domizil soll zu einem der Besten im Rheingau werden -  mit viel Liebe zum Detail und Designklassikern von Ray & Charles Eames, USM Haller, Naoto Fukasawa, Ingo Maurer und Achille Castiglioni. Die Balthasar Ress Suite ist für Gäste mit hohem Anspruch über Airbnb buchbar.

10-jähriges Jubiläum der wineBANK Rheingau

10 Jahre nach Eröffnung ist die wineBANK Rheingau eine weitbekannte Einrichtung in der Weinbranche. Der Meininger Verlag bezeichnet die wineBANK als „ein Zeichen setzender Beitrag zur Weinkultur“. Die wineBANK Rheingau gehört zu einem mittlerweile internationalen Netzwerk von wineBANK Standorten in mehreren Ländern. Mit einem rauschenden Fest im gesamten Gutshaus feiern rund 250 Gästen am 05.12.2019 das Jubiläum.

Enthüllung des Großflaschenlagers in der wineBANK Rheingau

Zum 10jährigen Jubiläum der wineBANK Rheingau überrascht Christian Ress mit einem besonderen Geschenk. dem Balthasar Ress Großflaschenlager, ausschließlich für die Formate Methusalem- (6 Liter) und Balthazar (12l). Es ist nicht nur ein ästhetischer neuer Blickfang für die wineBANK Rheingau, sondern gleichzeitig auch eine der größten, öffentlich zugänglichen Sammlungen von Rheingauer Großformaten. Kunden des Weingutes können kostenfrei ihre großen Formate beliebig lange unter perfekten Bedingungen reifen lassen. Den ersten Lagerplatz sichert sich im Rahmen der Jubiläumsparty der Schlagerstar Markus Mörl.

Neueröffnung des Kaminsaals im Gutshaus

Im Rahmen des 10jährigen wineBANK-Jubiläums am 05.12.2019 empfängt Christian Ress seine Gäste im neu gestalteten Kaminsaal des Gutshauses, das sich in völlig neuem Gewand zeigt: mehr Licht, hochwertiger Parkett- und Fliesenboden, mundgeblasene Leuchten aus Italien. Auch technisch ist der Raum jetzt auf der Höhe: Ein HD-Beamer, eine 2,6 m Leinwand, Funkmikrofone sowie ein leistungsstarkes Soundsystem stehen fortan den Gästen des Hauses zur Verfügung. Ein weiteres Highlight: Im Raum steht ein perfekt erhaltenes historisches Motorrad mit Beiwagen, eine NSU aus dem Baujahr 1953. Mit dieser Modernisierung schiebt sich das Balthasar Ress Gutshaus in die Spitzengruppe der attraktivsten Event-Locations im Rheingau.

Erstmals 99 Punkte für einen Balthasar Ress Wein

Mit dem Rheingauer Riesling Landwein „60“ erhält Balthasar Ress erstmals 99 Punkte von einem renommierten Weinkritiker. Diese bisher höchste Bewertung eines Balthasar Ress Weins wird dem sicherlich „extremsten“ Wein der „black-label-range“ des Weingutes durch Markus Hofschuster von Wein-Plus zuteil. 60 Monate hat der Natural Wine auf der Hefe verbracht. Die Zeit des Wartens hat sich gelohnt.

Das Team wächst auf 100 Mitarbeiter

In den von Christian Ress geführten bzw. mitgegründeten Unternehmen werden insgesamt erstmals mehr als 100 Mitarbeiter beschäftigt. Christian Ress unterstreicht damit seine Position als größter Arbeitgeber des Ortes.

Balthasar Ress überschreitet die 50 Ha-Grenze

Mit der Übernahme einiger Hektar in Hattenheim überschreitet das Weingut die 50 Hektar-Grenze. Balthasar Ress ist damit zu diesem Zeitpunkt das größte ökologisch arbeitende Weingut im Land Hessen.

Das Event-Team bezieht neue Räume im Gutshaus

Für das Event-Team wird im Erdgeschoss des ältesten Hauses der Familie Ress in der Hauptstraße 5 ein Büro als Eventbüro aufwendig saniert. Das Event-Team steht damit in unmittelbarer Beziehung zu seinem Produkt – dem Balthasar Ress Gutshaus als Eventlocation.

Eröffnung der Balthasar Ress Weinbar & Vinothek in Frankfurt

Christian Ress eröffnet am 30.08.2018 als erster Gastronom überhaupt im spannendsten Rekultivierungsprojekt der letzten Jahre im Herzen der Mainmetropole, der Neuen Altstadt Frankfurts,  seine zweite BALTHASAR RESS Weinbar & Vinothek. In dem rekonstruierten Haus „Grüne Linde“ in unmittelbarer Nähe des Frankfurter Doms bietet das Weingut fortan an sieben Tagen pro Woche feine Weine und kleine Speisen an. Die historische Kulisse und das moderne urbane Interieur bieten ein besonderes Ambiente, das Rheingauer, Frankfurter sowie internationale Gäste gleichermaßen begeistert. Die FAZ bezeichnet die BR Weinbar & Vinothek Frankfurt als „kosmopolitischen Tupfer” in der Neuen Altstadt.

Balthasar Ress lanciert erstmals einen Gin: Balthasar´s Eleven

Mit dem Balthasar’s Eleven lanciert Christian einen Gin unter dem Label des Weingutes. Der Name nimmt Bezug auf die elf eingesetzten und den Geschmack prägenden Botanicals. Die Rezeptur kreiert der Gin-Liebhaber Christian Ress selbst, gemeinsam mit einem der besten Brenner Deutschlands, Hubertus Vallendar von der Mosel. Der Gin erfüllt durch seine Reinheit und die ausschließlich pflanzlichen Ingredienzien die Bedingungen für die höchste Gin-Kategorie „London Dry Gin“. Auch beim Gin spielt die Herkunft eine wichtige Rolle. Viele der Botanicals stammen aus der Region, eines sogar aus den eigenen Weinbergen: die Riesling-Blüte!

Susanne Gotta wird Prokuristin des Weinguts und der Kellerei

Susanne Gotta hat bereits vor Christian Ress ihre Tätigkeiten auf dem Weingut begonnen. Als Anerkennung des besonderen Vertrauens der Familie Ress vertritt die langjährige Mitarbeiterin ab 28.04.2016 mit erweiterten Funktionen das Unternehmen als Prokuristin.

Beginn des ökologischen Zertifizierungsprozesses

Mit der umweltschonenden Arbeitsweise, die Christian Ress mit der Übernahme der Geschäftsführung in Jahr 2010 eingeleitet hat, will er sein besonderes Verantwortungsbewusstsein für die natürlichen Ressourcen nun auch formell zum Ausdruck bringen. Er beantragt daher offiziell den Beginn eines dreijährigen Zertifizierungsprozesses.

Der Riesling-Bulli fährt los

Christian Ress hat ein Faible für historische Automobile. 2013 erwirbt er einen historischen VW Bus T2 „Bulli“ aus seinem Geburtsjahr. Er lässt das bisherige Feuerwehrfahrzeug restaurieren und nach seinen Plänen in eine mobile Ausschankstation umbauen – mit Kühlung, Gläserspülmaschine, Musikanlage, mobiler Strom- und Wasserversorgung und Ausschanktheke. Seitdem fährt der „Riesling-Bulli“ durch die gesamte Republik und erfreut die Gäste bei Hochzeiten, Polterabenden, Oldtimertreffen, Beachparties oder Weinfesten.

Bergung des RESSpekts vom Boden des Diezer Sees

Wie bei der Versenkung angekündigt, wird nach 3-jähriger Lagerung am Boden des Diezer Sees bei konstant 6-8°C, in Dunkelheit und unter Luftabschluss, der Wein am 11.06.2013 wieder geborgen, erneut unter großer Anteilnahme der lokalen Presse. Eine Kiste mit 6 Magnums bleibt zunächst verschollen. Erst ein mit einem Unterwassermetallsuchgerät ausgestatteter befreundeter Taucher findet schließlich Tage später auch diese Kiste wieder. Die 12 im Vorfeld bereits versteigerten Flaschen werden den geduldigen Käufern übergeben. Die 12 Liter Flasche Balthazar wird noch am gleichen Tag geköpft und glasweise an hunderte Neugierige in der Balthasar Ress Weinbar & Vinothek in Wiesbaden ausgeschenkt. Der Wein präsentiert sich großartig!

Eröffnung der Balthasar Ress Weinbar & Vinothek in Wiesbaden

Dem „Gastgeber-Gen“ von Balthasar Ress folgend eröffnet Christian Ress am 05.04.2013 die Balthasar Ress Weinbar & Vinothek in der Mauergasse 10 in der Wiesbadener Innenstadt und verwirklicht sich dort den Traum einer eigenen Weinbar. Seine Weinbar & Vinothek ist bereits nach kurzer Zeit aus Wiesbaden nicht mehr wegzudenken. Sie wird zu einem festen Treffpunkt für Wiesbadener Genießer.

Balthasar Ress stellt auf Schraubverschluss um

Nach diversen schlechten Erfahrungen in den Jahrgängen davor entschließt sich Christian Ress praktisch alle Balthasar Ress Weine auf den Schraubverschluss umzustellen. Die Kunden belohnen die Entscheidung nach erster kurzer Skepsis schließlich mit hoher Akzeptanz. Bald wünscht sich kaum noch jemand den Korken zurück.

Mit Christian Ress übernimmt die 5. Generation

Stefan Ress übergibt, wie Jahre vorher bereits angekündigt, mit seinem 65. Geburtstag am 17.06.2010 die Geschäftsführung der beiden Unternehmen Stefan B. Ress KG Weinkellerei und Balthasar Ress Weingut KG an seinen Sohn Christian Ress. Stefan Ress hat nun die notwendige Zeit  als Präsident die Verantwortung im Rheingauer Weinbauverband zu übernehmen.

Versenkung des RESSpekts auf den Boden des Diezer Sees

Der Hobbytaucher Christian Ress versenkt mit logistischer Unterstützung seines ehemaligen Tauchlehrers Toni Eichler und unter großer Anteilnahme der lokalen Presse am 08.06.2010 18 Magnumflaschen und eine 12 Liter Flasche Balthazar „Balthasar Ress RESSpekt Riesling trocken“ auf den Boden des Diezer Baggersees. Ein Unterwasservideoteam produziert spektakuläre Unterwasseraufnahmen. Das Thema schafft es  dank der schönen Bilder und der ungewöhnlichen Story auf eine Millionenreichweite und erhöht die Bekanntheit von Balthasar Ress. 12 der Magnumflaschen sind bereits vorab für einen guten Zweck versteigert worden.

Der Einsatz des Unkrautvernichters Glyphosat wird eingestellt

Nachdem kritische Erkenntnisse zum Wirkstoff des chemischen Unkrautvernichters Glyphosat veröffentlicht werden, zieht Christian Ress unmittelbar die Konsequenz. Die Nutzung des Herbizids wird fortan eingestellt und die Unkrautvernichtung erfolgt nur noch mechanisch. Das treibt zwar die Weinbaukosten in die Höhe, stellt jedoch auch die Weichen für eine später zunehmend naturnahe und ökologische Arbeitsweise, die in immer mehr Parzellen testweise Einzug hält.

Die wineBANK Rheingau wird eröffnet

Am 05.12.2009 eröffnet Christian Ress nach 11 Monaten Bauzeit unter strenger Geheimhaltung die wineBANK Rheingau. In diesem exklusiven „Private Member’s Club“ lassen sich die Weine unter perfekten Bedingungen lagern und mit Gästen vor Ort verkosten. Diese Idee hat Christian Ress über Jahre reifen lassen und dann in 2008 deren Umsetzung beschlossen.

Anlage des nördlichsten Weinbergs auf Sylt

Auf eine Initiative des damaligen Ministerpräsidenten des Landes Schleswig- Holstein, Harry Carstensens, hin schreibt das Land 10 Hektar Anbaurechte aus. Stefan Ress sieht darin eine interessante weinbauliche Herausforderung. Er beteiligt sich an der Ausschreibung mit einem konkreten Weinbauprojekt an einem der nördlichsten Orte Deutschlands, Keitum auf Sylt. Er erhält schließlich den Zuschlag für 3.800m² Anbaurechte. Auf dieser Fläche wird  bereits wenige Wochen später unter großer Anteilnahme der Medien ein Weinberg mit Solaris Reben angelegt. Keitum, am 55° Breitengrad gelegen wird damit zum nördlichsten Weinbauort Deutschlands. Die erste Lese findet 2013 statt. Der erste Wein aus Sylt, Söl´ring benannt, kommt schließlich im Frühjahr 2014 auf den Markt. Ab dem Jahrgang 2019 wird der Söl´ring als Sekt produziert.

Stefan Ress beteiligt Christian Ress am Weingut

Christian Ress erhält Unternehmensanteile und wird Kommanditist der Balthasar Ress Weingut KG. Er wird damit neben seinem Vater Miteigentümer dieses Unternehmens.

Der Buckingham Palace schenkt einen Balthasar Ress Wein aus

Queen Elizabeth II gibt im Rahmen der Feierlichkeiten zu ihrem 50. Thronjubiläum am 20.03.2002 ein Dinner anlässlich des 75. Geburtstages des weltberühmten Cellisten Rostropovich im Buckingham Palace. Zum Dessert wird eine 1989 BALTHASAR RESS Hattenheim Nussbrunnen Riesling Auslese gereicht.

Übernahme des Weinguts Georg-Müller-Stiftung

Die Stadt Eltville will ihr seit Jahrzehnten defizitäres Weingut, damals gestiftet vom ehemaligen Bürgermeister der Stadt Georg Müller, privatisieren. Die Gebäude werden zum Kauf und die Weinbergsflächen zur Pacht ausgeschrieben. Stefan Ress tritt gemeinsam mit zwei weiteren Partnern, Peter Winter und Karl-Heinz Brömer als erfolgreicher Bieter auf. Die drei Partner teilen die Gebäude und die Flächen untereinander auf. Balthasar Ress gewinnt hiermit wertvolle Pachtflächen klassifizierter Lagen in Hattenheim und Hallgarten hinzu.

Christian Ress beginnt seine Tätigkeit im elterlichen Betrieb

Nach Abschluss seines BWL-Studiums und diversen Stationen im In- und Ausland in unterschiedlichen Bereichen der Weinbranche nimmt Christian Ress am 01.04.1999 seine Arbeit in den elterlichen Betrieben auf. Er kümmert sich anfangs vor allem um Organisations- und Vertriebsthemen und widmet sich später schwerpunktmäßig dem weiteren Ausbau der Exportaktivitäten der Ress’schen Unternehmen.

Stefan Ress wird Vorsitzender des VDP Rheingaus

Das Weingut hat die Aufnahme in den VDP bestanden. Nach vier Jahren Mitgliedschaft drückt der Verband sein großes Vertrauen in Stefan Ress durch dessen Wahl zum Vorsitzenden des VDP’s Rheingau aus.

Kauf des Gebäudes in der Rheinallee 50

Die aktuellen Räumlichkeiten werden dem schnellen Wachstum des Unternehmens nicht mehr gerecht. Stefan Ress nutzt die Chance seinen Betrieb in das ehemalige Gebäude der sich auflösenden Hattenheimer Winzergenossenschaft in die Rheinallee 50 zu verlagern. So kann das Unternehmen weiterhin in Hattenheim  sogar in der Rheinallee betrieben werden. Der Umzug des gesamten Betriebes wird mit einer großen gemeinsamen Anstrengung der ganzen Mannschaft noch im gleichen Jahr vollzogen. Das Gutshaus wird anderen Nutzungen zugeführt und fortan zunächst als Lager und  Veranstaltungslocation genutzt. Für das Umgestalten zur Veranstaltungslocation ist maßgeblich die Ehefrau von Stefan Ress, Cathrine Ress-Aubry verantwortlich.

Beteiligung von Christian Ress an der Weinkellerei

Christian Ress wird am 20.01.1993 Kommanditist der Stefan B. Ress KG Weinkellerei. Er wird damit neben seinem Vater und seiner Schwester Miteigentümer des Unternehmens, übernimmt aber noch keine operative Tätigkeit. Er bekommt damit noch vor Beginn seines Studiums erste Einblicke in die Führung eines Unternehmens.

Das Weingut wird in den VDP Rheingau aufgenommen

Das Weingut wächst kontinuierlich und kann durch die Aufnahme in den VDP seinen Qualitätsanspruch unterstreichen. Die Aufnahme wird damals innerhalb der Mitgliederschaft kontrovers diskutiert. Es gibt Widerstände aufgrund der Weinhandelstradition der Familie Ress. Dennoch findet sich unter den Mitgliedern eine Mehrheit für die Aufnahme in den Verband.

Der erste Eiswein wird produziert

Stefan Ress ist der erste, der in der Geschichte des Weinguts einen Eiswein wagt und ihn im zweiten Versuch erfolgreich mit 130° Oechsle aus der Lage Schützenhaus erntet. Sein Sohn, Christian Ress, ist damals bereits als nächtlicher Lesehelfer mit von der Partie. Es werden 60 Liter gefüllt.

Erstmaliger Einsatz eines Vollernters

Balthasar Ress testet als einer der ersten Weingüter im Rheingau einen Vollernter. Immer für Innovation und neue Projekte offen, wird die damals noch ungewöhnliche und seltene Maschine des Herstellers Braud testweise in der Weinbergslage Schloss Reichartshausen eingesetzt.

Mitglied der CHARTA Rheingau

Der Cousin von Stefan Ress, Bernhard Breuer (1947-2004), gründet gemeinsam mit Hans Ambrosi und Norbert Holderrieth die Winzervereinigung CHARTA Rheingau mit dem Ziel, den klassischen Rheingauer Riesling zu protegieren. Balthasar Ress wird Mitglied und bald zählt die Vereinigung um die 50 Mitglieder. Durch die zunehmende Überschneidung mit dem VDP Rheingau wird die CHARTA 1999 Teil des VDP’s Rheingau. CHARTA-Weine werden jedoch von einigen Betrieben weiterhin fast unverändert nach den Vorgaben der ehemaligen Winzervereinigung CHARTA Rheingau produziert.

Der erste Sekt in Flaschengärung

Auch das hatte es bisher bei Balthasar Ress noch nicht gegeben: Schloss Vaux nimmt einen Balthasar Ress Sekt in das Spitzensortiment seines Langenportfolios auf. Der Sekt wird  gemeinsam vermarktet. Seit dieser Zeit gehören die Sekte bei Balthasar Ress zum Standardsortiment.

Mit Stefan Ress übernimmt die 4. Generation

Nach dem frühen und überraschenden Tod von Paul Ress jun. am 19.12.1980 wird sein Sohn Stefan Ress Alleineigentümer des Weingutes, der Weinkellerei und des Weinhandels. Damit wird das Unternehmen Balthasar Ress in vierter Generation weitergeführt.

Das Hotel Ress wird verkauft

Der letzte Eigentümer aus der Familie Ress, Friedel Ress, verkauft 1979 das Hotel Ress. Nachdem sein einziger Sohn früh verstirbt, gibt es keinen Nachfolger aus der Familie, der das Haus weiterführen kann. Friedel Ress verkauft an einen anderen Hotelbetreiber. Für das Haus beginnen unruhige Zeiten. Es wechselt in den folgenden Jahren mehrfach den Eigentümer und Betreiber. Erst unter H.B. Ullrich und der Familie Hufnagel, die das Hotel 1990 erwirbt, gerät es wieder in ruhiges Fahrwasser. Das Hotel, das heutige „Kronenschlösschen“, wird heute von Johanna Ullrich, der Tochter von H.B. Ulrich geführt.

Die MS Europa listet Balthasar Ress

Balthasar Ress Weine werden nun an Bord der MS Europa der Hapag Lloyd ausgeschenkt, einem der luxuriösesten Kreuzfahrtschiffe seiner Zeit.

Die erste Künstleredition des Weinguts wird vorgestellt

Nach dem Vorbild von Mouton-Rothschild beschließt Stefan Ress auf Initiative seiner kunstinteressierten Frau Catherine eine jährliche Künstleredition herauszubringen. Die besonderen Jahrgangsweine werden mit einem eigens für die Edition entworfenen Werk eines Künstlers versehen. Die jeweils ersten 200 der nummerierten Etiketten jeder Edition sind vom Künstler handsignierte Originale, die zusammen mit einer gerahmten Version des Etiketts ausgeliefert werden. Die Umsetzung auf diesem hohen künstlerischen wie auch qualitativen Niveau führt zu internationaler Aufmerksamkeit. Das erste Etikett gestaltet der in Berlin geborene und im Rheingau lebende Künstler Heinz te Laake (1925-2001). Insbesondere diese erste Edition genießt unter Interessierten heute einen hohen Sammlerwert. Nach 15 Editionen läuft 1997 das Projekt aus. Das Projekt hat jedoch eine eigene Tradition begründet: Zu besonderen Anlässe werden immer noch spezielle Editionen entwickelt.

Von 7 auf 15 Hektar

Nachdem das Weingut Jakob Horz in Konkurs gegangen ist, übernimmt 1978 Stefan Ress die Pacht für 7 Hektar Weinberge in der Lage Geisenheimer Kläuserweg und die vollständigen Flächen der Lage Schloss Reichartshausen, die das Weingut Jakob Horz pachtweise bewirtschaftet hat. Zum damaligen Zeitpunkt befinden sich beide Lagen im Eigentum des Geisenheimer Industrieunternehmens Fritz Werner. Kurze Zeit später wird das gesamte Areal der Lage Schloss Reichartshausen von Prof. Dr. Evard übernommen, der  dort die European Business School (ebs) gründet, heute eine der führenden privaten Hochschulen in Deutschland. In diesem Zusammenhang ergibt sich die Chance auch Eigentum in der Lage Schloss Reichartshausen zu erwerben. Die Lage Schloss Reichartshausen ist bis heute im Alleinbesitz von Balthasar Ress und damit eine der wenigen Monopollagen im Rheingau.

Aufteilung von Hotel und Weingut

Die „Balthasar Ress KG - Weingutsbesitzer, Weinkellerei, Hotel Ress“ wird in Hotel und Weingut mit Kellerei unterteilt. Friedel Ress (rechts im Bild) wird Eigentümer des Hotels Ress. Paul Ress jun. (links im Bild) und sein Sohn Stefan Ress übernehmen das Weingut und die Weinkellerei.

Neustrukturierung von Weingut und Weinkellerei

Für alle Export- und Kellereigeschäfte wird die „Stefan B. Ress KG Weinkellerei“ gegründet. Die „Balthasar Ress Weingut KG“ wird zum reinen Weingut ausgebaut.

Gründung des Hattenheimer Weinprobierstandes

Stefan Ress und 12 seiner Hattenheimer Kollegen gründen die „Fassgemeinschaft“ und legen damit den Grundstein für den Hattenheimer Weinprobierstand direkt am Rheinufer. Bestehend aus großen Weinfässern wird der Weinprobierstand fortan von den Rheingauern liebevoll als „die Fässer“ bezeichnet. Auch nach fast fünf Jahrzehnten ist er bis heute ein beliebter Treffpunkt für Nah und Fern. Den idyllischen Platz kann man guten Gewissens als einen der schönsten Weinprobierstände im Rheingau bezeichnen.

Christian Ress wird geboren

Christian Ress, der älteste Sohn von Stefan Ress und Catherine Ress-Aubry, wird am 22.12.1973 geboren. Christian wird später ein Unternehmer und Macher. Innovativ und mutig geht er neue, ungewöhnliche Wege. Wie schon vier Generationen vor ihm, verkörpert Christian Ress die Werte des ehrbaren Kaufmanns - menschlich und unternehmerisch. Mit seinem Verantwortungsbewusstsein für das eigene Unternehmen, für die Gesellschaft und für die Umwelt hat er in der 5. Generation den Schritt zum ökologischen Weinbau gewagt. Auch mit seinem tief verwurzelten Gastgeber-Gen treibt er das Unternehmen mit zahlreichen Projekten wie die Weinbars und Vinotheken in Wiesbaden und Frankfurt, die Balthasar Ress Suite, das Balthasar Ress Guesthouse, der Erneuerung der Veranstaltungsräume sowie der Gründung der wineBANK voran.

Stefan Ress tritt in die Geschäftsführung ein

Im Folgejahr seiner Mitverantwortung im Unternehmen wird die erste Trockenbeerenauslese (TBA) in der Geschichte des Weingutes Balthasar Ress im Hattenheimer Nussbrunnen produziert.

Carl Ress verstirbt

Eine 50-jährige Ära geht mit dem Tod von Carl Ress, dem jüngsten Sohn von Balthasar Ress und Onkel von Paul Ress jun. am 24.07.1966 zu Ende. In seinem Testament überträgt Carl Ress seine Anteile an die Kommanditisten Friedel Ress und Paul Ress jun. Sie werden Komplementäre und Stefan Ress bleibt zunächst Kommanditist.

Stefan Ress bereitet sich auf die zukünftige Unternehmensführung vor

In den Jahren 1964 -1974 bereitet sich Stefan Ress auf die zukünftige Unternehmensführung vor. Nach seiner Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann mit Aufenthalt in England und Irland absolviert er seinen Wehrdienst mit Offizierslehrgang bei der Bundeswehr. Es folgen ein Auslandsaufenthalt in Bordeaux und ein Winzerjahr in Franken beim Weingut Sommerhausen. Als Gasthörer erweitert er sein Wissen in den Studienfächern Önologie in Geisenheim und Betriebswirtschaftslehre in Mainz.

Stefan Ress übernimmt Unternehmensanteile

Stefan Ress, der älteste Sohn von Paul Ress jun. übernimmt noch zu Schülerzeiten ein paar Unternehmensanteile seines Vaters und wird somit dritter Kommanditist im Unternehmen. Obgleich noch jung an Jahren lässt ihm sein Vater viele Freiheiten und so gelingt es ihm in einer beinahe spektakulären Auktion im Jahre 1968 1,2 Hektar des weltberühmten Hattenheimer Nussbrunnen zur Pacht zu ersteigern. Der Pachtpreis für diesen Weinberg beträgt um die 18 Mark pro Rute (25 Quadratmeter). Ein extrem hoher Preis für damalige Verhältnisse.

Übernahme der Exportkellerei "Hasensprung - Joachim Bäumer"

Mit der Übernahme der Exportkellerei "Hasensprung - Joachim Bäumer" wird der Grundstein für die künftigen internationalen Aktivitäten der Balthasar Ress KG gelegt.

Übernahme des Weinguts Wilhelm Hess in Rüdesheim durch Paul Ress jun.

Durch die Übernahme des Weingutes Wilhelm Hess in Rüdesheim wird nicht nur das Lagenportfolio des Weingutes um den heutigen Rüdesheimer Berg Rottland, den Bischofsberg und den Rüdesheimer Berg Schlossberg erweitert, sondern auch die traditionsreiche Immobilie, das "Weinhaus Engel" in der weltberühmten Drosselgasse übernommen.

Rasanter Flächenzuwachs

1947 hat das Weingut knapp drei Hektar Weinberge darunter den Oestricher Doosberg, der auch heute noch bewirtschaftet wird. Anfang der 50er Jahre übernimmt die Balthasar Ress KG mehr und mehr Weinbergsflächen. Unter anderem können die Baron von Frentz'schen Weinberge übernommen werden. Dazu gehört das sogenannte "Stellwerk", eine Parzelle im Hattenheimer Engelmannsberg, die ebenfalls heute noch im Besitz des Weingutes ist.

Gründung der "Balthasar Ress KG - Weingutsbesitzer, Weinkellerei, Hotel Ress"

Das Hotel Ress sowie die Kellerei Balthasar Ress haben schon immer hauptsächlich Weine von bekannten VDP-Weingütern vermarktet. So wurde beispielsweise viele Jahre lang die gesamte Ernte des Weingutes "Freiherr Langwerth von Simmern" exklusiv gefüllt und verkauft. 1947 gründet Carl Ress schließlich die "Balthasar Ress KG - Weingutsbesitzer, Weinkellerei, Hotel Ress". Carl Ress, selbst kinderlos, macht drei seiner Neffen Paul Ress jun., Friedrich Ress, genannt „Friedel“ und Karl Ress jun. (Kinder von Paul Ress sen.) zu Kommanditisten, von denen Paul Ress jun. und Friedel Ress nach seinem Tod das Unternehmen als Komplementäre weiterführen.

Mit Paul Ress Junior übernimmt die 3. Generation

Paul Ress Junior, einer der Neffen von Carl Ress, übernimmt als neuer Gesellschafter mehr und mehr Verantwortung im Unternehmen.

Stefan Ress wird geboren

Stefan Ress, der älteste Sohn von Paul Ress jun. und Gertrud Ress wird am 17.06.1945 geboren. Stefan Ress folgt den Werten des ehrbaren Kaufmannes – menschlich und unternehmerisch. Engagiert in der Weinbranche kümmert er sich mit Leidenschaft um das Gemeinwesen seiner Region. Er ist in seiner Laufbahn zeitweise Vorsitzender des VDP-Rheingau, Rheingauer Weinbaupräsident, Mitglied der IHK-Vollversammlung und des -Präsidiums sowie ehrenamtlicher Richter beim Finanz- und Landgericht. Mit seinem Wissen und Herzblut baut er das Weingut weiter aus. Mit seinem Wissen und Herzblut baut er das Weingut weiter aus.

Ausbau des Hotels und Weinhauses Ress

Carl Ress treibt den Erweiterungsbau der Rheinsicht mit viel Geschick voran. 1944 wird sein Antrag an die Gemeindevertretung bewilligt, das Bachbett des Leimersbaches von der Straßenbrücke vor seinem Hotel bis zur Umgehungsstraße mit Betonrohren von 1,50 Meter Durchmesser fassen zu lassen. Durch diese Straßenerhöhung entstehen großzügige Parkplätze, die den Komfort weiter steigern und den Ruf des Hauses festigen.

Paul Junior Ress heiratet

Paul Ress jun. heiratet am 27.07.1943 Gertrud Breuer aus Rüdesheim. Gemeinsam haben sie drei Kinder und ziehen in das eigene ehemalige Hotel Schwan in Lorch - ein bis zum Ersten Weltkrieg bedeutendes Hotel, in dem der letzte deutsche Kaiser regelmäßig abgestiegen ist.

Die Anfänge des "Von Unserm"

Der Name "Von Unserm" wurde erstmals auf den Familienfotos der Ress-Familie festgehalten und hat eine lange, historische Bedeutung. Ursprünglich eingeführt, um die Weine aus ihrem eigenen Anbau auf der Weinkarte des Gasthof Ress zu kennzeichnen, erhielt dieser besondere Wein den treffenden Namen "Von Unserm". Seitdem wird Jahr für Jahr ein Wein unter diesem Namen produziert, der als die prestigeträchtige Visitenkarte des Weinguts fungiert. Heute zählt "Von Unserm" zu den renommiertesten und traditionsreichsten Gutsweinen in Deutschland.

Erwerb einer Konzession für das Führen eines Hotels

Nachdem Carl Ress am 23.03.1929 eine Konzession für die Führung eines Hotels erhält, wird der Gasthof in „Hotel und Weinhaus Ress“ umbenannt. Das Hotel steht fortan Jahrzehnte lang unter der Leitung der Familie Ress, die die Gastronomie und die Hotellandschaft im Rheingau entscheidend prägen. Ein Blick auf die alten Weinkarten bestätigt, dass hier die Spitzenweine der Region angeboten worden sind. Im Hotel verkehren die großen industriellen Familien wie die Dyckerhoffs, die Kalles und Alberts. Besonders beliebt ist der bereits damals berühmte „Brabbes-Kuchen“ von Margret Ress, der älteren Schwester von Paul Junior Ress.

Aus dem Heimes'schen Anwesen wird das Balthasar Ress Gutshaus

Carl Ress erwirbt das zwischen Hauptstraße und Rheinallee gelegene Heimes'sche Anwesen, in der heutigen Hauptstraße 5, in Hattenheim. Das Anwesen ist nach Valentin Heimes (1741 - 1806) benannt. Heimes war Weihbischof von Mainz und als standhafter Vertreter der deutschen Kirchenfreiheit und kein großer Freund der römischen Kurie. Er verbrachte seinen Lebensabend in dem Anwesen in Hattenheim. Carl Ress baut den gesamten Komplex zu einer stattlichen Kellerei aus. Es entsteht eine zunehmende Ausrichtung auf den Weinhandel und den Ausbau eigener Weine. Heute wird dieses Anwesen das "Balthasar Ress Gutshaus" genannt und vor allem für repräsentative Zwecke und Veranstaltungen genutzt.

Mit Carl Ress übernimmt die 2. Generation

Eva Ress setzt einen Erbvertrag auf, der jeglicher Auseinandersetzung vorgreift. So wird Carl Ress am 12.04.1915 die Fortführung des Gasthofes Ress und wesentliche Teile des Vermögens übertragen. Carls Geschwistern, soweit im Unternehmen tätig, werden gleichfalls Vermögensteile übertragen. Sie stehen als stille Gesellschafter dem Unternehmen zur Verfügung. Unter der Leitung von Carl Ress, einem begeisterten Hotelier, wird das „Hotel und Weinhaus Ress“ zu einem der renommiertesten Hotels im Rheingau. Er war ein durch und durch perfekter Gastgeber, der die Wünsche und Vorstellungen seiner anspruchsvollen Gäste verstand.

Entwicklung eines Weinhandels

1914 wird der benachbarte Keller des Wachendorff´schen Anwesens, die heutige Hauptstraße 29 gepachtet, um mehr Lagerplatz für den Weinhandel zu gewinnen, der sich aus der gastronomischen Tätigkeit sowie aus der Gastfreundschaft heraus entwickelt hat.

Übernahme der Konzession der KD Schiffanlegestelle

Carl Ress und Paul Senior Ress übernehmen gemeinsam die Konzession für die KD Schiffanlegestelle Köln-Düsseldorf (Rheindampf Schifffahrtsgesellschaft) in Hattenheim am Rhein. Heute befindet sich dort die Brückenschänke.

Übernahme des Pfortenhauses im Kloster Eberbach

Paul Ress sen., der zweitälteste Sohn von Balthasar, übernimmt am 01.05.1912 pachtweise das Pfortenhaus im Kloster Eberbach sowie die dazugehörigen Remisen, Ställe, umliegenden Gebäude und über 12 Hektar Weide- und Gartenfläche, die nach seinem Tod von seinem Sohn Karl Ress jun. bis zu dessen Tod weitergeführt werden.

Paul Junior Ress wird geboren

Paul Ress jun., jüngster von vier Kindern von Balthasars ältestem Sohn Jacob, wird am 31.01.1912 geboren. Er entwickelt in dritter Generation den Weinhandel und das Weingut weiter. Als kluger Stratege wird er ein einflussreicher Geschäftsmann mit Engagement in regionaler Kommunalpolitik und Finanzwirtschaft.

Übernahme der Konzession für den Omnibusverkehr

Carl Ress tritt in das Unternehmen ein. Die beiden Geschwister Carl Ress und Paul Ress sen. übernehmen in enger Zusammenarbeit die staatliche Konzession für den Omnibusverkehr zwischen Kloster Eberbach und Hattenheim.

Balthasar Ress verstirbt

Nach Balthasar Ress‘ Tod am 05.03.1911 übernimmt seine Frau Eva Ress den Gasthof. Die couragierte Frau und Mutter von sieben Kindern führt das Erbe in Balthasars Sinne erfolgreich weiter.

Eröffnung des neuen Gasthofes Ress im neuen Anwesen

Nach Bewilligung der Verlegung seines Gasthofes aus dem bisherigen Gebäude in der Hauptstraße 15 in die Rheinallee 1 eröffnet Balthasar Ress am 16.06.1898 den neuen Gasthof Ress. Ein Gasthof mit hohem Anspruch an Komfort, Ambiente und Qualität. Schon bald erweitert Balthasar Ress die Weinkarte, um dem gehobenen Niveau des Gasthofes und seiner Kundschaft zu entsprechen.

Das Familienwappen wird um das neue Stammhaus ergänzt

Die Silhouette des neuen Stammhauses wird Bestandteil des Ress’schen Familienwappens und ziert es bis heute. Das genaue Jahr dieser Veränderung ist noch immer nicht genau geklärt.

Kauf des Gebäudes in der Rheinallee 1

Von einem Frankfurter Galeristen kauft Balthasar Ress das zu dem Zeitpunkt noch im Bau befindliche Anwesen in der Rheinallee 1. Hier entsteht das Hotel und Weinhaus Ress. Heute ist das Haus im Eigentum der Familie Ullrich mit dem schönen und renommierten „Hotel Kronenschlösschen".

Carl Ress wird geboren

Balthasar Ress‘ jüngster Sohn Carl Ress wird am 02.01.1884 geboren. Als großer Hotelier, Gastronom und Unternehmer mit starker Persönlichkeit setzt auch er wie sein Vater Balthasar im Laufe seines Lebens seine Kraft für die Anliegen der Gemeinde Hattenheim ein. Jahrelang ist Carl Ress im Gemeinderat tätig, gibt Impulse und kann zahlreiche seiner Ideen umsetzen. Er scheut keine Auseinandersetzung, lässt dabei aber nie das Wohl der Familie außer Acht.

Balthasar Ress wird Gastgeber

Während Balthasars Bruder Konrad Ress (1857-1914) die elterliche Metzgerei übernimmt, will Balthasar Ress, auch er gelernter Metzger, Gastgeber werden. Er gründet 24-jährig 1870 seinen eigenen Gasthof mit Weinwirtschaft und Fremdenzimmern in der heutigen Hauptstraße 15. So fängt alles an… Er legt damit nicht nur den Grundstein für eine lange gastronomische Tradition, sondern auch für das heute ökologisch arbeitende VDP.Weingut und den Weinhandel. Wie im Rheingau üblich hat auch die Familie Ress einen kleinen Weinbergsbesitz. Diese Urparzellen im Oestricher Doosberg und Hattenheimer Kilb begründen das Weingut und sind bis heute im Familienbesitz.

Balthasar Ress heiratet Eva Friedrich

Balthasar Ress heiratet am 23.06.1869 Eva Friedrich. Gemeinsam haben sie sieben Kinder – Gertrud, Jakob, Helene, Paul Senior, Franziska, Josef, Carl. Fast alle Kinder von Balthasar Ress engagieren sich sehr aktiv in den verschiedensten Familienunternehmungen und bringen es durch ihr Schaffen und unternehmerisches Geschick zu einer angesehenen 2. Generation Ress. So gehören die Gastronomie des Kloster Eberbach, eine Buslinie und die KD Schifffahrtsgesellschaft der Linie Köln-Düsseldorf zu den damaligen Ress'schen Familienunternehmungen.

Balthasar Ress wird geboren

Balthasar Ress wird als drittes Kind der Metzgerfamilie am 18.03.1843 geboren. Als tüchtiger und mutiger junger Mann macht er sich selbständig und wird als Gastwirt unabhängig. Balthasar Ress hat in seinem Leben einschneidende geschichtliche Veränderungen miterlebt. So wird 1866 Nassau preußisch. Er wird in die Königlich Preußische Armee eingezogen und nach einer kurzen Zeit der Freiheit, Kriegsteilnehmer des deutsch-franz. Krieges 1870 bis 71. Seine zahlreichen Ehrenämter, die er bereits ab 1890 bekleidete wie zum Beispiel Schiedsmann, Gemeinderat, Waisenrat, Mitglied des Ortsgerichtes und Schulvorstand zeigen seine allseits geachtete und angesehene Stellung.

Die Metzgerfamilie Ress

Die Familie Ress ist eine Rheingauer Familie, deren Wurzeln bis ins frühe 17. Jahrhundert  nachzuweisen sind. Als Metzgerfamilie ist sie über Generationen hinweg im gesamten Rheingau bekannt. Bis 2019 existiert noch namentlich die Metzgerei Ress. Jacob Ress (1809 - 1877), Vater von Balthasar Ress, kauft am 10.04.1840 ein 2-stöckiges Haus mit Stallungen und einem Kelterhaus in der heutigen Hauptstraße 36. Hier eröffnet er eine Metzgerei und seine Weinwirtschaft. Das ist der Ursprung einer langen Tradition in der Gastronomie, der Bewirtung von Gästen und im gewerblichen Weingeschäft.