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25.08.2012

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Das Rheingau Gourmet Festival fährt wieder auf, was gut und teuer ist - das Angebot kommt an

Bis zu 1600 Euro lassen sich richtige Genießer eine Weinprobe im Rheingau kosten -erstklassig essen und trinken kann man beim noch bis Mittwoch laufenden Festival aber schon deutlich günstiger. Das Schlemmer-Treffen gilt inzwischen als das bedeutendste seiner Art in Europa.

Von Georg Haupt

Hattenheim. Irgendwann zwischen dem Auf- und Abdecken der jeweils vier Riesling-Weine, die zu jedem Gang gereicht werden, kommen sich die beiden Kellner des traditionsreichen Hattenheimer Kronenschlösschens etwas übereifrig in die Quere. Es gibt jenes hässliche Geräusch, wenn ziemlich viel Glas gleichzeitig zu Bruch geht, doch routiniert fangt der Service diese kleine Katastrophe im Speisesaal des ersten Stockwerks auf: Einer bringt neue Gläser, einer kehrt die Scherben zusammen, einer schenkt neu ein. Von so etwas lässt sich die Organisation des immerhin schon zum 16. Mal ausgerichteten Festivals nicht beeindrucken.

  Eher schon davon, wenn einer der vielgepriesenen nationalen oder internationalen Spitzenköche floppt, wie dieses im vergangenen Jahr mit dem Japaner Hirohisa Koyama der Fall war. Der Meister aus Fernost, als Legende in „Japans world of culinary art" angekündigt, traf mit seinen Variationen von Tofu und Bambusblättern nicht so richtig den Geschmack der Kundschaft. Diskret verschwand so mancher kaum angerührte Teller wieder in der Küche. Und dieses Mal bleiben die Gerichte verständlicher für den europäischen Gaumen.

Es wäre sicher ungerecht, derartige Erfahrungen während des Festivals zu verallgemeinern. In diesem Jahr gaben sich die Träger von 48 Michelin-Sternen, 79 Koch-Hauben, 488 Gault-Millau-Punkten, 101 Feinschmecker-„F" und 108 Schlemmeratlas-Kochlöffeln die Küchentür des Kronenschlösschens in die Hand, wo dann jeweils Hausherr Patrik Kimpel den Kollegen den Herd überlässt. Star der Veranstaltung ist ohne Zweifel der Schweizer Anton Mosimann, der inzwischen in seinem gleichnamigen Restaurant in London kocht. Mit kleinen Ausnahmen, etwa wenn Mosimann im Buckingham Palast die Hochzeitgesellschaft von Prinz William und Catherine Middleton verwöhnt, wie im April vergangenen Jahres geschehen.

  Die Großen der Branche kommen nicht aus reiner Freundschaft in den Rheingau, wie Agentur-Mitarbeiterin Christine Seeger versichert, auch wenn es überaus hilfreich sei, dass mit Kronenschlösschen-Chefkoch Patrik Kimpel der Präsident der Jeunes Restaurateurs Deutschland, einer Garde junger, experimentierfreudiger Köche, quasi als Gastgeber auftritt. Kimpels Feinschmecker-Tempel in Eltville-Hattenheim hat sich längst über die Region hinaus einen Namen gemacht, was auch den Besuch wirklich namhafter Kollegen im Rheingau erleichtert.

Das war Mitte der 90er-Jahre alles noch ganz anders, als sich Kronenschlösschen-Eigentümer Hans B. Ullrich Gedanken darüber gemacht hatte, wie man wohl der im Winter ziemlich unterbeschäftigten einheimischen Gastronomie frischen Schwung versetzen könnte. Heraus kam der Gedanke eines „Rheingau-Gourmet-Festivals“, dem später noch die Bestandteile „und Wein" hinzugefügt wurden, um die weltbekannten Trümpfe der Region entsprechend auszuspielen.

  Tatsächlich sind die Weinproben - von der Verkostung aktueller einheimischer Jahrgänge bei der Frühjahrsversteigerung in Kloster Eberbach (45 Euro), bis zu den Raritäten des legendären Chäteau Margaux (1590 Euro) - der eigentliche Hit des Festivals. Inzwischen verteilen sich insgesamt 50 Veranstaltungen auf die 14-tägige Schlemmerei.

  Viele davon sind schon wenige Tage  nach  der Bekanntgabe  des Programms im November des jeweiligen Vorjahres ausgebucht. Auf 23000 Stammgäste verweist Veranstalter Ullrich stolz, schweigt jedoch eisern über die Zusammensetzung seines Publikums. Bekannt ist jedoch, dass namhafte Firmen für Geschäftsfreunde gerne das eine oder andere „Event" im Rheingau buchen, Übernachtungen inclusive. Derartige Kundschaft wiederum zieht Sponsoren an: Mehr als 30 weist das Festival, in drei Kategorien sortiert, inzwischen aus.

Die Arbeitsbeschaffungsmaßnahme in der gastronomischen Winterpause ist längst zu einem eindrucksvollen Millionenspiel geworden.

  Richtig populär geht es zu Beginn und zum Ausklang der Festlichkeiten zu, wenn im benachbarten Weingut Ress bzw. im Kronenschlösschen ein breiter Querschnitt Rheingauer Winzer bei Musik und oft drangvoller Enge die Erfolge ihrer Arbeit in Weinberg und Keller demonstrieren.  Für  die  abschließende Haus- und Küchenparty, zu der auch noch ein Dutzend exquisiter Köche ihren Beitrag leisten, gibt es sogar noch Karten. 150 Euro pro Person sind dafür nicht gerade ein Schnäppchen, garantieren aber ein ganz besonderes Erlebnis, wie es in dieser Form in Deutschland einmalig sein dürfte.


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