Einen eigenen Rebstock pachten

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04.12.2010

Hanauer Anzeiger "Der edle Tropfen aus dem Schnee"

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Eisweinlese im Rheingau: Gefragt sind Mut und vor allem dicke Klamotten

Hattenheim (Ihe/mkl). Seine Finger sind steif gefroren. Er kann sie kaum noch bewegen. Aber er lacht. Nach sieben Jahren auf Achse endet die Wein-Weltreise von Benjamin Anglade reichlich frostig. Während seiner Tour hat der 31 Jahre alte Franzose auf unzähligen Weingütern zwischen Italien und Australien gearbeitet, er weiß eine ganze Menge über Wein. Seit dem Herbst macht der Weltenbummler ein Praktikum auf dem Weingut Balthasar Ress in Hattenheim im Rheingau, er hat die Herbstlese mitgemacht und sich zwischen den Weinreben von der Sonne verwöhnen lassen. Jetzt hockt er wieder da und pflückt. Um kurz nach sechs Uhr morgens. Bei minus neun Grad. Im Schnee.

Er könnte schon wieder zu Hause sein, in Bordeaux. Fünf Stunden Sonne, zehn Grad. Aber er ist extra länger in der hessischen Kälte geblieben. Er wollte unbedingt sehen, wie Eiswein gemacht wird. Die Wollmütze tief ins Gesicht gezogen, die orangefarbene Thermojacke eng zugeknöpft greift er nach den Trauben. Sein Atem dampft im Scheinwerferlicht der beiden kleinen Traktoren, auf die die Kisten mit den Trauben geladen werden. Es wird keine große Ernte in diesem Jahr. „Ungefähr 50 Liter“, glaubt Christian Ress, Inhaber des Weinguts. Nur vier Zeilen hat er stehen gelassen und mit Folie umwickelt, um die Trauben vor Vögeln zu schützen. Die Herbstlese war schon mau, bei manchem lagen die Erträge 40 Prozent unter dem Durchschnitt. Da wollte der Winzer nicht zocken und unnötig viele Trauben hängen lassen. Denn wenn der Frost ausbleibt dann war alles für die Katz. Minus sieben Grad oder kälter muss es bei der Lese sein, damit das Wasser in den Trauben gefroren ist und beim Keltern müder süße Saft in den Most fließt. Der hat dann einen besonders hohen Oechsle-Wert, enthält also mehr Feststoffe, weil er mit weniger Wasser vermischt ist. Und daraus entsteht der begehrte Eiswein. Viel gibt es davon nicht. Auf der gleichen Fläche kommen die Winzer in der Kälte nur auf ein Fünftel ihres normalen Ertrags. Deswegen sind die kleinen Flaschen mit dem geringen Alkoholgehalt auch besonders teuer.


EISTRAUBEN

Wer guten Eiswein will, muss früh aufstehen. Von dieser alten Winzerweisheit konnte ich mich gestern Morgen im Rheingau selbst überzeugen. Auf dem Weingut Balthasar Ress ging es um 5 Uhr morgens mit der Weinlese los: minus acht Grad, Handlese, zu Fuß den steilen Hang auf und ab! Zum Glück stand am Ende der Plackerei ein zünftiges Winzerfrühstück mit „Worscht und Woi“ und außerdem gab es ein winziges Schlückchen des frischen „Eisweinmostes“ zur Verkostung. Dabei wurde selbst „Weinnovizen“ klar: Der Eiswein 2010 wird mit über 163 Grad Oechsle ein echtes Highlight.

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