Balthasar Ress
Balthasar Ress gründet 1870 einen gastronomischen Betrieb mit eigenem Weinbau in der Hauptstraße
des Dorfes Hattenheim im Rheingau. In 1880 erwirbt er die Nachbarimmobilie, nimmt umfangreiche Umbauten vor
und führt das Haus fortan als "Hotel Ress", das bis heute als eines der führenden Häuser
die Rheingauer Gastronomielandschaft prägen sollte (mittlerweile ist das Haus als "
Hotel Kronenschlösschen"
zu neuem Ruhm gekommen).
Hotel Ress
Kronenschlößchen
Karl Ress
Die zweite Generation - Balthasar Ress hatte sieben Kinder - kümmert sich aktiv um das Familienunternehmen.
Der älteste Sohn Paul übernimmt pachtweise das Pfortenhaus in Kloster Eberbach, Karl Ress, die
dominierende Persönlichkeit im Hotel in Hattenheim, erwirbt in den 20er Jahren das "Heimes-Haus",
das heute noch als Gutshaus im Familienbesitz ist, um dort die Ress-Kellerei zu erweitern. Aus der
guten Pflege der Restaurant- und Hotelkundschaft entsteht eine solide Kundschaft für Weingut und Weinhandel.
"Hotel Ress" und "Weingut Balthasar Ress" werden von Karl Ress sodann einheitlich geführt.
1946 gründet Karl Ress eine KG, in die der kinderlose Karl Ress als Partner seine Neffen Paul und Friedel Ress
aufnimmt. Das Hotel erlebt einige Jahre später geschichtsträchtige Momente: In den Jahren 1947/1948
konferierten Konrad Adenauer, Theodor Heuss und Carlo Schmidt tage- und wochenlang in der heutigen "Turmsuite",
um das Deutsche Grundgesetz vorzubereiten.
Paul Ress
Nach dem Tod von Karl Ress im Jahr 1966 durfte das Erbe aus testamentarischen Gründen 10 Jahre lang nicht geteilt
werden. 1977 fand dann, nach Ablauf der befristeten testamentarischen Verfügung, eine Trennung von Weingut und Hotel statt.
Der Familienstamm Paul Ress übernimmt das Weingut, der Familienstamm Friedel Ress übernimmt das Hotel.
Das eigene Weingut ist zu diesem Zeitpunkt nur wenige Hektar groß, die eigenständige Weiterentwicklung
des Weinguts erfolgt erst nach dem zweiten Krieg mit gezielten Zukäufen und Zupachtungen von Spitzenlagen in Hattenheim.
Stefan Ress
Nach dem Tod von Paul Ress in 1980 geht das Weingut auf seinen Sohn Stefan Ress über, der das Gut zu seiner
derzeitigen Größe von 46 Hektar führt. 1993 erwirbt er das ehemalige Gebäude der Winzergenossenschaft
Hattenheim in der Rheinallee 50 als neues Kellereigebäude, das durch den erhöhten Platzbedarf notwendig wird.
Das dadurch frei werdende Gutshaus mit seiner eindrucksvollen Atmosphäre entwickelt sich derweil zu einem Austragungsort
einzigartiger Veranstaltungen.
Kellereigebäude in der Rheinalle 50, Hattenheim im Rheingau
Christian Ress
Christian Ress, der Sohn von Stefan Ress und nunmehr die 5. Generation im Familienunternehmen, nimmt in 1999 nach
diversen beruflichen Stationen im In- und Ausland seine Tätigkeit im Familienweingut auf, wird in 2004 zusammen
mit seinem Vater Miteigentümer und übernimmt in 2010 schliesslich die Führung des operativen Geschäfts.
Innerhalb von fünf Generationen hat sich der von Balthasar Ress gegründete Familienbetrieb damit zu einem der
führenden Weingüter der Region und international tätigen Unternehmen entwickelt, dessen Weine in
viele Länder der Welt exportiert werden.
Gutshaus, Rheinallee 7
Der VDP-Adler, das international anerkannte Erkennungszeichen für die besten deutschen Weine, ziert seit
1990 die Kapsel der Weine von Balthasar Ress. Seit 1910 bürgen die Mitglieder des
Verbandes der Deutschen Prädikatsweingüter
mit ihrem guten Ruf für die hohe Qualität ihrer Erzeugnisse.
Aufgenommen in die Elite des deutschen Weinbaus werden nur Güter, die auf Herz und Nieren geprüft wurden.
Die Mitgliedschaft im VDP zeigt, dass sich das Weingut Balthasar Ress freiwillig Standards im An- und Ausbau
unterwirft, die über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehen und auch den Vorstellungen von einer
umweltschonenden Anbauweise gerecht werden.