Einen eigenen Rebstock pachten

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Vom Bildstreifen zum Gesamtkunstwerk



von Dorothee Bear-Bogenschütz, Kunsthistorikerin, freie Journalistin, Wiesbaden, 1990

...Heinz te Laake, der sein erstes Weinetikett 1969 kreierte und in seiner Malerei romantische Vorstellungen weiterentwickelte wollte mehr: Kunst und Wein einander nahezubringen war für ihn nicht allein eine Etikettenfrage.

Im Sinne des zuerst von der Romantik postulierten Gesamtkunstwerkes müsse dem Künstler die Verantwortung für die Gesamtgestaltung der Flasche übertragen werden, meinte er. Das für den Etikettendruck verwendete Offsetverfahren sollte durch ein Originaldruckverfahren ersetzt werden.

Darüber hinaus erwog te Laake, die kunstvollen "Visitenkarten" der Weine als Originalkunstwerke in einer limitierten Edition anzubieten. Mieke und Jan Teunen stellten den Kontakt zum Weingut Balthasar Ress her. Besitzer Stefan Ress war bis dahin ein Winzer, "der sich mit Kunst befasst und gelegentlich Künstler auf sein Weingut einlädt". Inzwischen ist er Sammler. In diesem Jahr feiert das Weingut die zehnte Edition seiner Künstleretiketten.

Catherine Ress-Aubry, Pariserin und durch ihre Erziehung und künstlerische Ausbildung für Kunstdinge besonders aufgeschlossen, wurde beim Stichwort "Künstleretikett" als erste hellhörig. Schließlich hat die Sache französische Tradition. Der erste Künstler, den Baron Rothschild 1945 bat, ein Weinetikett zu entwerfen, war Phillipe Julian. George Braque, der Wegbereiter des Kubismus, gestaltete 1955 das elfte Etikett, und im Jahr 1973 kam Pablo Picasso an die Reihe.

Die Kreativität dieser Künstler war eingeschränkt, weil ihnen für die künstlerische Gestaltung der Flasche nur ein schmaler Bildstreifen zur Verfügung stand. Catherine und Stefan Ress gaben 1978 bei Heinz te Laake ihr erstes Künstleretikett in Auftrag. Sie überließen ihm hierbei nicht nur den schmalen Streifen auf dem Etikett, sondern die ganze Flasche.

Damit erhielt erstmals ein Künstler die Möglichkeit, Etikettenpapier, Druckverfahren sowie Form und Farbe der Flaschenkapsel selbst zu bestimmen. War das im Rahmen seiner limitierten Kunstedition angebotene Weinetikett von Heinz te Laake im Jahre 1979 noch eine Sensation, so haben sich mittlerweile zahlreiche Nachahmer gefunden. Zweifellos war die Idee des Malers zündend.

Während jedoch viele Künstler aufgefordert werden, ihr "schönstes Bild" auf Etikettenformat zu kopieren, verfolgen Catherine und Stefan Ress bis heute konsequent die Idee des Gesamtkunstwerkes: Ihre Etiketten sind eigens für den Flaschenbauch konzipiert. Nur Spitzenweine werden durch ein Künstleretikett ausgezeichnet.

Inzwischen trägt die Weinflasche nicht nur zweidimensionale Kunst am Körper, sondern auch dreidimensionale Objekte — der Ungar Imre Kocsis konfrontierte sie als erster mit einem erweiterten Kunstbegriff und hängte ihr eine "konkrete" Arbeit um den Hals.

Heinz te Laake ist nach wie vor als künstlerischer Berater tätig, für die Kunstwerke gilt der postmoderne Grundsatz "anything goes". Das Spektrum reicht von der Computergrafik bis hin zu den beinahe altmeisterlich ins Bild gesetzten drei Grazien. Fehlt nur noch die tönende Weinflasche. Im Sinne der Romantik wäre das Gesamtkunstwerk erst dann perfekt.
wineBANK
„Die sinnlichste Art Weine zu lagern”

Die wineBANK im Weingut von Balthasar Ress bietet dazu die beste Gelegenheit. Gute Weine gehören einem schließlich nie ganz allein. Man erfreut sich täglich an ihnen und bewahrt sie gleichzeitig für die besten Freunde oder sogar für die kommende Generation.

www.winebank.de

Aktuelle Termine
03. August 2015
WeinbarTreff in der Balthasar Ress Weinbar & Vinothek August 2015
Feinstes Fleisch aus der Mainzer EDELBEEF Fleischboutique.

14.08.2015 - 23.08.2015
Rheingauer Weinwoche 2015
Am 14. August 2015 ist es wieder soweit: Die Rheingauer Weinwoche Wiesbaden öffnet bereits zum 40. Mal ihre Pforten.

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Pressespiegel
23. Juli 2015
Hessische IHK - Magazin
Baithasar Ress Weingut KG „Riesling-Bulli “rollt durch die Region

07. Juli 2015
Journal Frankfurt
Frankfurt geht aus

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Balthasar Ress News
01. August 2015
Aus Keller und Weinberg August / September 2015
Erinnern Sie sich an 2003? So ähnlich war das vor 12 Jahren auch. Heiß, trocken, monatelang kein Regen. Aktuell ist es nicht ganz so extrem, aber schon sehr ähnlich. Zwischendurch hat es jetzt etwas abgekühlt und auch ein wenig geregnet, aber wirklich nennenswert waren die Niederschläge kaum. Wir haben eines der trockensten ersten Halbjahre und der Juni war, so hört man, weltweit der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

01. August 2015
Frisch gefüllt August / September 2015
Passend zum hochsommerlichen Wetter, ist unser beliebter Hattenheimer Ortswein wieder erhältlich. Der feinherbe 2014er zeichnet sich durch sein harmonisches Süße-Säure-Spiel aus. Moderat im Alkohol ist er der perfekte Terrassenwein, Apéro oder einfach auch nur der erfrischende Schluck für zwischendurch.

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